14.02.2008

QSC mit vorläufigen Zahlen für 2007 und Ausblick für 2008

  • Umsatzanstieg in 2007 um 28% auf 335,2 Mio. Euro
  • Steigerung des EBITDA-Ergebnisses in 2007 um 65% auf 34,9 Mio. Euro
  • Umsatz von 385 bis 405 Mio. Euro in 2008 geplant
  • EBITDA von 50 bis 60 Mio. Euro in 2008 geplant

Köln, 14. Februar 2008. Die QSC AG erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr nach vorläufigen Berechnungen einen Umsatz von 335,2 Millionen Euro nach 262,5 Millionen Euro im Jahr 2006. Allein im vierten Quartal 2007 lag der Umsatz bei 95,6 Millionen Euro und damit 15 Prozent höher als im Vorquartal. Den größten Anteil an diesem sequentiellen Zuwachs hatte ein starker Anstieg des Wholesale-Geschäfts, da sich im Gegensatz zu den Vorquartalen die Bereitstellung von Vorleistungen in Form von vollentbündelten Teilnehmeranschlussleitungen spürbar verbesserte.

Im Gesamtjahr 2007 erwirtschaftete QSC die höchsten Umsatzzuwächse im Segment Wiederverkäufer, zu dem das Wholesale-Geschäft zählt: Der Umsatz stieg insgesamt um 87 Prozent auf 122,3 Millionen Euro. Im Segment Großkunden steigerte QSC ihren Umsatz um 17 Prozent auf 76,6 Millionen Euro und im Segment Geschäftskunden um 12 Prozent auf 84,7 Millionen Euro. Insgesamt erhöhte sich der Umsatzanteil der drei strategischen Segmente auf 85 Prozent gegenüber 79 Prozent im Geschäftsjahr 2006.

Die Netzwerkkosten stiegen 2007 nach vorläufigen Berechnungen um 26 Prozent auf 227,2 Millionen Euro nach 180,4 Millionen Euro im Vorjahr. Dieser Anstieg resultiert insbesondere aus dem Betrieb eines deutlich größeren Netzes mit rund 1.700 erschlossenen Hauptverteilern zum Ende des Jahres 2007 und beinhaltet auch einmalige Kosten für die Integration des Netzes der am 31. Oktober 2007 auf QSC verschmolzenen Broadnet AG. Das Bruttoergebnis verbesserte sich 2007 ungeachtet dessen auf 108,0 Millionen Euro gegenüber 82,1 Millionen Euro im Vorjahr.

Die sonstigen operativen Kosten, im Wesentlichen Vertriebs- und Verwaltungskosten, erhöhten sich im Jahresverlauf 2007 um 20 Prozent auf 73,1 Millionen Euro gegenüber 60,9 Millionen Euro im Vorjahr; ihr Anteil am Gesamtumsatz sank damit weiter von 23 Prozent auf 22 Prozent.

In der Folge konnte QSC ihr EBITDA-Ergebnis auch 2007 überproportional steigern; es erhöhte sich nach vorläufigen Berechnungen um 65 Prozent auf 34,9 Millionen Euro nach 21,2 Millionen Euro im Jahr 2006. Die Abschreibungen beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 45,5 Millionen Euro nach 28,4 Millionen Euro im Vorjahr. Neben dem Netzausbau ist dies eine Folge des Kundenwachstums, da QSC kundenbezogene Investitionen über einen relativ kurzen Zeitraum von nur 24 Monaten abschreibt. Zudem kam es im vierten Quartal 2007 zu einmaligen synergiebedingten Sonderabschreibungen aufgrund der geplanten Abschaltung derjenigen Teile des Broadnet-Netzes, die mit dem Netz von QSC überlappen und daher redundant sind. Infolge der höheren Abschreibungen erreichte das EBIT 2007 nach vorläufigen Berechnungen eine Höhe von -10,6 Millionen Euro gegenüber -7,2 Millionen Euro im Vorjahr. Das vorläufige Konzernergebnis belief sich auf -10,1 Millionen Euro nach -5,3 Millionen Euro im Jahr 2006, wobei QSC aufgrund der schwächer als geplanten Entwicklung in 2007 auf die ursprünglich geplante Aktivierung von Verlustvorträgen für das abgelaufene Geschäftsjahr größtenteils verzichten musste.

Der Netzausbau, der über die gemeinsam mit TELE2 betriebene Tochtergesellschaft Plusnet erfolgte, sowie die kundenbezogenen Investitionen führten im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einem deutlichen Anstieg der Investitionen auf 125,5 Millionen Euro nach 40,1 Millionen Euro im Jahr 2006. Obwohl der physische Netzausbau erst im laufenden Geschäftsjahr abgeschlossen sein wird, hat QSC die Investitionsphase aufgrund der notwendigen Vorlaufzeiten bereits 2007 weitgehend vollendet und hält jetzt entsprechende Kapazitäten für das erwartete starke Wachstum im Jahr 2008 vor. Im laufenden Geschäftsjahr plant das Unternehmen danach Investitionen in Höhe von 60 bis 80 Millionen Euro, wobei rund 70 Prozent auf kundenbezogene Investitionen entfallen dürften.

Nach der schrittweisen Überwindung der Engpässe bei der Bereitstellung von Teilnehmeranschlussleitungen und der Beschleunigung der Auftragsbearbeitung plant QSC im laufenden Geschäftsjahr eine Wiederaufnahme des starken und profitablen Wachstums: Das Unternehmen erwartet einen Umsatz von 385 bis 405 Millionen Euro und ein EBITDA-Ergebnis von 50 bis 60 Millionen Euro. Trotz der weiter steigenden Abschreibungen strebt das Unternehmen zudem ein ausgeglichenes Konzernergebnis nach Steuern an. Mit einer Liquidität von 80,0 Millionen Euro zum 31. Dezember 2007 sieht sich das Unternehmen für dieses geplante Wachstum gut finanziert. Die höchsten Umsatzzuwächse plant QSC 2008 hierbei im Wholesale-Geschäft. Auch bei Groß- und Geschäftskunden wird sich QSC im Jahresverlauf neue Umsatzpotenziale durch den gezielten Ausbau des Geschäfts mit Managed Services erschließen.

Der vollständige Geschäftsbericht ist ab dem 31. März 2008 abrufbar unter www.qsc.de/de/investor_relations/index.html.

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